100 Leerstandsmeldungen und kein Ende

Vor etwas über einem Jahr startete die Initiative Recht auf Stadt (RaS) einen Leerstandsmelder für Regensburg. Er ist inzwischen nicht nur Symbol für eine Stadtpolitik, die so gut wie nichts gegen die zunehmende Zweckentfremdung von Wohnraum (Leerstand, Ferienwohnungen) unternimmt, sondern er zeigt auch in beschämender Weise: Leerstandsproduzent Nummer eins ist die Stadt selbst.

Ehemaliger Leerstand Burgunderstr. 14 vorher und in Zukunft: Utopische Preise statt bezahlbarer Wohnraum.

Ob es mehr als 20 werden?

Januar 2017 ging der sogenannte „Leerstandsmelder“ online. Marker in verschiedenen Farben zeigen auf einer interaktiven Landkarte ungenutzte Objekte an – blau für Gewerbe, rot für Wohnungen. Jeder Leerstand ist mit einem eigenen Artikel verlinkt, der, soweit vorhanden, Hintergrundinformationen liefert. Es können auch Kommentare abgegeben werden, die das Wissen um den Leerstand erweitern sollen. weiterlesen 100 Leerstandsmeldungen und kein Ende

Wahnsinn! Adler gibt nach!

Nach über 20 Jahren lenkt der Unternehmer Adler endlich ein. Und als Akt der Wiedergutmachung will er seinen berühmten Leerstand in der Lindnergasse 1 der Bevölkerung schenken! Recht auf Stadt sagt: Respekt!

Links der alte Aushang, rechts der neue

Recht auf Stadt konnte zuerst die Nachricht kaum glauben. Ein anonymer Informant gab der Initiative den Tipp, dass neue Plakate am berühmt-berüchtigten „Adlerhaus“ prangen würden. Bislang flatterte dort ein Aushang, dessen Inhalt viele am Geisteszustand des betreffenden Unternehmers zweifeln ließen. Zu einem vollkommen überzogenen Preis – „nur“ 5400 Euro VB – wurde die Hausruine zur Miete angeboten. Doch nun scheint das Enfant Terrible endlich zur Vernunft gekommen zu sein. Er will die Immobilie der Bevölkerung schenken! weiterlesen Wahnsinn! Adler gibt nach!

Hausrettung: Neues von Grune 9

Am 04.08.2017 besetzte die Gruppe „Die Hausretter*innen“ das seit knapp 20 Jahren leerstehende Mehrfamilienhaus Grunewaldstr. 9 in Regensburg. Schon am nächsten Tag wurden die Besetzer*innen von der Polizei geräumt. Dabei wurde auch ein Teil ihrer privaten Habseligkeiten „sichergestellt“. Erst nach schriftlich eingelegten Beschwerden wurden die Gegenstände von der Polizei endlich zurückgegeben. Darunter war auch eine Kamera, mit der die Hausretter*innen den Zustand von Grune 9, wie die Besetzer*innen ihr kurzfristiges Heim liebevoll nannten, dokumentierten. Die Bilder zeigen das ganze Ausmaß des Skandals von Leerstand inmitten einer Stadt mit besorgniserregendem Wohnungsmangel.

Ein Bild aus alten Tagen: Entsorgungskalender von 1997 an der Eingangstür. Seit Anfang 1998, also seit knapp 20 Jahren, steht das Mehrfamilienhaus leer.
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Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet

Spontandemo gegen die Räumung

Das Haus Grunewaldstraße 9 steht seit vermutlich knapp 20 Jahren leer. Eine Gruppe von engagierten Menschen, die sich selbst „Die Hausretter*innen“ nennt, fand, dass das reicht. Sie besetzten das Haus. Dies fiel ihnen umso leichter, als dass Gelände und Haus frei zugänglich waren, wie auch der Einsatzleiter unserem Pressevertreter von Recht auf Stadt gegenüber bestätigte. Am Eingang war lediglich ein Schild angebracht: „Betreten des Grundstücks auf eigene Gefahr“. Die Gruppe hatte Recht auf Stadt gebeten, über die Besetzung bzw. Rettung zu berichten. weiterlesen Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet

Petitionsabgabe: “Bezahlbare Wohnungen statt neuer Hotels und Airbnb!”

Das Team von Recht auf Stadt studierte für die Abgabe der Petition eine kleine Theaterperformance und ein Lied ein. Beides wurde am 20. Juli 2017 am Rathausplatz zum Besten gegeben.

Foto: Herbert Baumgärtner

Lobpreis der Rendite

VERMIETER
Ich bin euer Herr
Ich bin euer Anfang und Ende
Ich gebe euch Schutz vor Wind und Wetter
Ich gebe euch Raum für Verrichtungen aller Art
Ich bin euer Herr, euer Herr Vermieter
MIETSKLAVEN
Gelobt seist du, Herr Vermieter
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Über 50 Leerstände erfasst

Leerstandsmelder der Initiative Recht auf Stadt läuft seit einem halben Jahr

Der berühmteste Leerstand in Regensburg: das Adlerhaus in der Lindnergasse 1

Eigentlich ist es kaum zu glauben: In der von Wohnungsnot gebeutelten Stadt Regensburg gibt es leer stehende Häuser – und das nicht zu knapp! Die Initiative Recht auf Stadt erfasste auf dem Regensburger Stadtgebiet inzwischen über 50 Wohngebäude und Gewerbeimmobilien. Jeder Leerstand ist auf der Homepage der Initiative mit einem Bild, einem kurzen Text und – falls vorhanden – Links zu Hintergrundinformationen aufgeführt. weiterlesen Über 50 Leerstände erfasst

Recht auf Stadt richtet Leerstandsmelder ein

Über 20 leerstehende Gebäude sind bereits erfasst.

Möbelhaus Wangler, Alte Nürnberger Str. 33, 93059 Regensburg

Regensburg ist eine Stadt, die aus allen Nähten platzt. Trotzdem stehen im Stadtgebiet Wohnhäuser und Gewerbeimmobilien leer, teilweise schon 10 Jahre und länger. Diese Gebäude könnten Menschen Unterkunft oder eine Arbeitsmöglichkeit bieten, stattdessen schimmeln sie vor sich hin. weiterlesen Recht auf Stadt richtet Leerstandsmelder ein

In Bayern stehen 421 000 Wohnungen leer

Berichtigung einer Pressemitteilung

Quelle: Statistisches Bundesamt

Mit Statistik lässt sich trefflich lügen, auch wenn die Zahlen korrekt erscheinen. Ein schönes Beispiel dafür lieferte kürzlich das Statistische Bundesamt: „Mehr Wohnungen und weniger Leerstand als 2010″ meldete es für 2014 (Pressemitteilung Nr. 473 vom 23.12.2016).
Es geht also aufwärts? Nun ja. 2014 gab es prozentual gesehen tatsächlich weniger Leerstand als 2010. Doch geht mensch etwas weiter zurück, z.B. auf 1998, dem Jahr, als Rot-Grün die Regierung übernahm, ist der Leerstand plötzlich steigend, nicht fallend. Damals standen 7,5 Prozent der Wohnungen leer, heute sind es 8 Prozent. weiterlesen In Bayern stehen 421 000 Wohnungen leer

Leerstand? Allgemeintum statt Eigentum!

Pressemitteilung 18.12.2016kunstaktion-adlerhaus-3Immer wieder findet mensch Häuser, Wohnungen oder Räume vor, die schon länger nicht mehr bewohnt oder genutzt werden. Daneben, gibt es Menschen, die keine Bleibe finden oder für ihre Unterkunft so viel Geld aufwenden müssen, dass für ein sorgenfreies Leben nichts mehr übrig bleibt. Stadtratsparteien nehmen aber lieber Spendengelder von Baulöwen, statt ihren vollmundig abgegebenen Wahlversprechen, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, nachzukommen. Daher müssen die Betroffenen die Sache selbst in die Hand nehmen. weiterlesen Leerstand? Allgemeintum statt Eigentum!