Hausrettung: Neues von Grune 9

Am 04.08.2017 besetzte die Gruppe „Die Hausretter*innen“ das seit knapp 20 Jahren leerstehende Mehrfamilienhaus Grunewaldstr. 9 in Regensburg. Schon am nächsten Tag wurden die Besetzer*innen von der Polizei geräumt. Dabei wurde auch ein Teil ihrer privaten Habseligkeiten „sichergestellt“. Erst nach schriftlich eingelegten Beschwerden wurden die Gegenstände von der Polizei endlich zurückgegeben. Darunter war auch eine Kamera, mit der die Hausretter*innen den Zustand von Grune 9, wie die Besetzer*innen ihr kurzfristiges Heim liebevoll nannten, dokumentierten. Die Bilder zeigen das ganze Ausmaß des Skandals von Leerstand inmitten einer Stadt mit besorgniserregendem Wohnungsmangel.

Ein Bild aus alten Tagen: Entsorgungskalender von 1997 an der Eingangstür. Seit Anfang 1998, also seit knapp 20 Jahren, steht das Mehrfamilienhaus leer.
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Wie der Dr. Eckl einmal herzhaft lachen musste

Mail Eckl vom 14.08.2017

Sehr geehrte*r Herr*in „Recht auf Stadt Regensburg“*in,
haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort. Ich kann mich nicht entsinnen, an irgendeiner Stelle das Wort „Interview“ verwendet zu haben in meiner Anfrage, Ihre Ausführungen sprengen auch jeden Rahmen. Dennoch danke ich Ihnen dafür, denn ich habe herzhaft gelacht. Ich werde Ihre ausführlichen Antworten in meine journalistische Abwägung mit einbeziehen und sie zu einem gegebenen Zeitpunkt veröffentlichen. Es ist ja geradezu erfrischend zu sehen, wie plötzlich die von Ihnen sonst so kritisch beäugte Staatsgewalt in Ihren Ausführungen zur unumstößlichen Wahrheitsquelle wird.
Freundliche Grüße,
Dr. Christian Eckl

Da haben wir uns soviel Mühe damit gegeben, die drei Fragen des Doktors zu beantworten. Und dann will er es gar nicht so gemeint haben. Oder bediente er sich nur einer lahmen Ausrede, weil dem Anzeigenblättler unsere Aussagen nicht passten? Urteilen Sie selbst! weiterlesen Wie der Dr. Eckl einmal herzhaft lachen musste

„Die Flüchtlinge bekommen die ganzen neugebauten Wohnungen“, sagt die Polizei

Aktivist*innen der Gruppe „Die Hausretter*innen“, wollten den Regensburger Wohnungsmarkt durch eine Leerstandsbesetzung etwas entspannen. Doch schnurstracks wurde geräumt. Nun steht das Haus Grunewaldstraße 9 wieder so öde und nutzlos in der Gegend herum, wie die letzten 20 Jahre. Dies verdankt die Welt pflichtbewussten Polizist*innen, die sich selbst das Wohnen in der Stadt oftmals kaum noch leisten können. Die Hausretter*innen berichten über ihre Erfahrungen mit den selbstlosen Ordnungshüter*innen.

Das Motto der Hausretter*innen: “Menschen brauchen Häuser, Häuser brauchen Menschen!”

Wie geht es euch jetzt, zwei Tage nach der Räumung?

A: Mir geht‘s ganz gut. Ich bin sehr froh, dass wir es gemacht haben. Es ist etwas rübergekommen, die Presse hat berichtet und es hat viele Diskussionen gegeben. Auf manchen Plattformen recht hitzig. Ich denke, so wie wir es gemacht haben, hat‘s gepasst.

B: Ich sehe es ähnlich wie du. Sicher macht man sich Sorgen, weil ja Repressionen folgen. Aber für mich ist das ein kleiner Preis, denn etwas ändern muss sich in der Stadt definitiv. Auch nach dem großen Knall in der Stadt, der Korruptionsaffäre, hat sich nichts getan. Deswegen gibt es keine andere Möglichkeit als immer wieder auf die Straße zu gehen oder ein Haus zu besetzen, damit sich in den Köpfen was ändert. weiterlesen „Die Flüchtlinge bekommen die ganzen neugebauten Wohnungen“, sagt die Polizei

Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet

Spontandemo gegen die Räumung

Das Haus Grunewaldstraße 9 steht seit vermutlich knapp 20 Jahren leer. Eine Gruppe von engagierten Menschen, die sich selbst „Die Hausretter*innen“ nennt, fand, dass das reicht. Sie besetzten das Haus. Dies fiel ihnen umso leichter, als dass Gelände und Haus frei zugänglich waren, wie auch der Einsatzleiter unserem Pressevertreter von Recht auf Stadt gegenüber bestätigte. Am Eingang war lediglich ein Schild angebracht: „Betreten des Grundstücks auf eigene Gefahr“. Die Gruppe hatte Recht auf Stadt gebeten, über die Besetzung bzw. Rettung zu berichten. weiterlesen Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet