Bürgerbefragung: 81 % für Rücktritt der Stadtregierung!

In einer von der Initiative Recht auf Stadt veranstalteten Bürger*innenbefragung zum Thema „Neugestaltung zur Regensburger Politik“ kam es zu einem erstaunlichen Ergebnis: Ganze 81 % sprachen sich dafür aus, dass „alle führenden Politiker und Beamten abtreten“ sollen, um Platz für einen dringend notwendigen Neuanfang zu machen. Vielleicht noch bemerkenswerter: Kein*e einzige*r Bürger*in sprach sich für den Verbleib der bisher Verantwortlichen aus!

Recht auf Stadt hatte im Rahmen einer Kundgebung des Bündnisses „Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnot“ am 10. November auf dem Neupfarrplatz die Regensburger Bürger*innen per Bürger*innenbefragung nach ihrer Meinung befragt. Um den Vorwurf, die Befragung sei manipulativ und unseriös von vornherein auszuräumen, orientierte sich Recht auf Stadt bei der Fragestellung peinlich genau an der zur Zeit laufenden „Bürgerbefragung“ der Regensburger Stadtverwaltung zum sogenannten „Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“. weiterlesen Bürgerbefragung: 81 % für Rücktritt der Stadtregierung!

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“

Sensation! – Grüne lehnen RKK ab! Eigentlich sind die Grünen Teil der Regierungskoalition. Doch ausgerechnet am RKK scheiden sich die Koalitionäre. Damit dürfte ein weiteres Kongress- und Kulturzentrum in Regensburg endgültig Geschichte sein.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Jürgen Mistol redet Klartext:

Das Hauptargument, das auch aus Sicht der Grünen immer gegen den Standort sprach, war, dass am Ernst-Reuter-Platz wertvolle Parkfläche versiegelt, Dispositionsflächen überbaut und in nicht unerheblichem Umfang Bäume gerodet werden müssten. Ein Kultur- und Kongresszentrum an diesem Ort – und so hat es der Stadtheimatpfleger vor Jahren in einer Stellungnahme formuliert – würde den Alleengürtel als stadtbildprägende Grünfläche über das schon bestehende Maß hinaus zerstören. Dieses Argument ist für uns Grüne weiterhin von allergrößter Relevanz.

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Lächerliche Pseudo-Befragung

Empfehlung von Recht auf Stadt zum Umgang mit der sogenannten Bürgerbefragung „Stadtraum gemeinsam gestalten“.

Regensburg hat bereits mehrere RKKs, z.B. das Kolpinghaus

In diesen Tagen erhalten 145.000 Regensburger*innen einen Fragebogen und eine bunte Infobroschüre im Rahmen einer „Bürgerbefragung“, die diesen Namen nicht verdient. Es handelt sich schlicht um eine 350.000 Euro teure gigantische und absurde Werbeaktion, mit der die Stadtspitze eine Blanko-Zustimmung der Bevölkerung für den Bau eines Kommerz- und Kongresszentrums am Kepler-Areal einholen will. Entscheiden können die Bürger*innen dabei nichts, denn den Bau hat der Stadtrat bereits beschlossen. weiterlesen Lächerliche Pseudo-Befragung

„Bald ist Schluss mit sozialem Engagement, wenn alles abgerissen wird“

Dieses Jahr werden in Regensburg über 500 günstige Studierendenwohnungen eingestampft. Im Frühjahr bereits wurde das Studentenwohnheim der Diakonie in der Oberen Bachgasse geräumt. Ebenso ein großer Wohnblock in der Otto-Hahn-Straße, in dem hautpsächlich studentische WGs untergebracht waren. Ende Dezember sollen dort zwei weitere Wohnblöcke geleert werden. Und schließlich das Keplerareal. Hier sollen gleich zwei Wohnheime mit über 200 Studierenden und unschlagbar günstigen Mieten aufgelöst werden. Während die Bevölkerung in einem irrsinnigen Mitmachspektakel in Sachen „Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“ der Vernichtung dieses günstigen Wohnraums zustimmen soll, wurden die Betroffenen wohlweislich nicht gefragt. Dies hat nun Recht auf Stadt nachgeholt. Bewohner*innen der verschiedenen Heime berichten zum ersten Mal ausführlich über ihr Leben in den Heimen und über ihre gegenwärtige, katastrophale Situation. Und warum wurden sie nicht gefragt? Vermutlich, weil sich dann ergeben hätte, welches Kleinod hier dem Profit und pathologischer Großmannssucht geopfert werden soll. Nein zum RKK!

So schön ist der Ausblick vom 9. Stock des Lutherheims

Über das Wohnen in den Heimen

Ihr seid Bewohner der Studentenwohnheime Keplerhaus und Lutherhaus. Wie lange wohnt ihr schon hier und in welchen Heimen?

A: Seit Herbst 2013 im Keplerhaus.

C: Seit fünf Jahren auch im Keplerhaus. Vorher habe ich in einer WG gewohnt in Regensburg. Aber uns wurde die Wohnung gekündigt und in unserer Preisklasse haben wir nichts gefunden für eine neue WG. Deshalb bin ich hier.

J: Ich bin seit ungefähr zweieinhalb Jahren im Lutherhaus. Ich komme aus München. War zuerst in Landshut und bin dann wegen meinem Studium nach Regensburg gezogen.

M: Ich wohne auch im Lutherhaus, schon seit 2010. Jetzt bin ich gerade in der Abschlussphase meiner Promotion. weiterlesen „Bald ist Schluss mit sozialem Engagement, wenn alles abgerissen wird“