Leerstandsmelder für Regensburg

Sonderartikel

Wohnungen leer stehen zu lassen, obwohl andere verzweifelt Obdach suchen, ist kein Kavaliersdelikt. Im Grundgesetz Art. 14 heißt es: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Doch Eigentümer_innen und Politik scheren sich oft wenig ums Allgemeinwohl. Darum wollen wir mit der öffentlichen Anprangerung von Leerstand diesbezüglich nachhelfen. Bitte helft uns dabei! Meldet uns leer stehende Wohnungen oder Häuser in eurer Nachbarschaft! Wir werden uns umgehend darum kümmern und hier veröffentlichen. Kontakt: 0941 / 700 299, recht-auf-stadt@uetheater.de Hinweis: Die Wohnungen oder Häuser sollten mindestens seit 6 Monaten unbewohnt sein.

Vollbildanzeige

Leerstände alphabetisch (Stand: 104 Leerstände)
Adolf-Schmetzer-Straße 15, 93055 Regensburg
Adolf-Schmetzer-Straße 38, 93055 Regensburg
Alfons-Auer-Straße 52a, 93053 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 6a, 93059 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 33 „Möbelhaus Wangler“, 93059 Regensburg
Altmühlstraße 8, 93059 Regensburg
Am Judenstein 6, 93047 Regensburg
Am Judenstein 10 „Dominikanerinnenkloster“, 93047 Regensburg
Am Protzenweiher 3, 93059 Regensburg
Am Zieget 8, 93051 Regensburg
An der Hülling 6, 93047 Regensburg
Aufeldstraße 16, 93055 Regensburg   –   weiterlesen Leerstandsmelder für Regensburg

Zeißstraße 1, 93053 Regensburg

Die ehemalige Pionier-Kaserne kann nach Angaben des Bayerischen Landtages etwa 750 Personen beherbergen. Weil es aber zum Transitzentrum deklariert wurde, stehen mehr als die Hälfte der Räume, derzeit mehr als 400, leer. Das Leben in einem Lager ist völlig unzumutbar und das weitläufige Kasernengelände wäre bestens geeignet, um neuen Wohnraum zu schaffen. Nur durch die diskriminierende Unterbringung von Geflüchteten geht massenhaft Wohnraum verloren. Das Gelände könnte vielen Menschen, unabhängig von Herkunft und Nationalität, Wohnraum bieten.

Pressespiegel
Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Christine Kamm (30.05.2017, Bayerischer Landtag)

Maximilianstraße 26, 93047 Regensburg

In diesem großen Gebäude am Eingang zur Fußgängerzone stehen Erdgeschoß,1. und 2. Stock seit Anfang 2017 komplett leer. An diesem Zustand wird sich auch allzubald nichts ändern, denn die Stadt möchte hier in einigen Jahren ein Hotel und zusätzliche Konferenzräume für das geplante Kultur- und Kongresszentrum (RKK) am Ernst-Reuter-Platz einrichten. Doch ob das RKK überhaupt gebaut wird, ist äußerst fraglich.

Pressespiegel:
Nochmal 2,8 Millionen: Gifthaus in der Maxstraße muss saniert werden (Regensburg Digital, 10.03.2018)
Gifthaus: Stadt liefert Bewohnern Wasser (MZ, 13.10.2017)
Maxstraße: Städtischer Blindkauf mit schmutziger Zugabe (Regensburg Digital, 13.10.2017)
Stadt Regensburg kauft Horror-Haus und muss Mieter mit PET-Flaschen versorgen! (Wochenblatt, 12.09.2017)
Teurer Einkauf mit Nachwehen (Regensburg Digital, 05.12.2016)
Zeitungsbericht: 14 Millionen für ein Hotel auf Vorrat (Regensburg Digital, 01.10.2016)
Stadt will früheres HVB-Gebäude kaufen (MZ, 12.11.2014)

Ernst-Reuter-Platz 2 “Ernstl”, 93047 Regensburg

Das Ernstl war eine Nachtbar mit Imbiss, geöffnet bis 5:00 Uhr früh. Seit Sommer 2017 stehen die Räumlichkeiten leer. Recht auf Stadt hatte wegen einer sozial-kulturellen Zwischennutzung angefragt, erfolglos. Vermutlich wird das Ding noch die nächsten 2 / 3 Jahre leer stehen, solange, bis die Stadtregierung endlich ihren Irrsinnsplan “Kultur- und Kongresszentrum” (RKK) auf dem Keplerareal aufgegeben hat. Erst dann werden wieder Verwendungsoptionen offen stehen.

Altmühlstraße 8, 93059 Regensburg

Hier steht im 2. Stock seit ca. 15 Jahren eine 3-Zimmer Wohnung leer. Die Eigentümerin ist verzogen, nachdem ihr Mann verstarb. Versuche, die Wohnungen anzumieten, scheiterten, da die Eigentümerin anscheinend nicht auf das Geld angewiesen ist. Laut einer Anwohnerin besitze die Eigentümerin noch mehr leerstehende Wohnungen in der Stadt.

Ernst-Reuter-Platz 2, 93047 Regensburg – “Lutherhaus”

Mitten in der Stadt, im sogenannten Lutherhaus, gab es bislang sehr günstigen Wohnraum für ca. 120 Studierende. Die Miete betrug nur erschwingliche 130 Euro, inklusive aller Nebenkosten. Doch inzwischen stehen trotz Wohnungsnot knapp 50 Prozent der Zimmer leer. Es wurden zwar noch keine offiziellen Kündigungen ausgesprochen, doch laut einem Aushang des Heimsprechers soll das komplette Wohnheim bis spätestens Ende November leergeräumt sein.

Auf dem Gelände will die Stadtregierung ein „Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“ errichten. Geschätzte Kosten: 120 bis 180 Millionen Euro. Jährliches Defizit: fünf bis acht Millionen Euro.

Pressespiegel:
“Ein Kongresszentrum und andere Megathemen…” – (15.11.2016, Regensburg Digital)

Obere Bachgasse 21, 93047 Regensburg – „Evangelisches Altersheim“

Das ehemalige „Evangelische Altersheim“ steht seit Frühjahr 2017 leer. Allerdings wurde es nur bis 2004 als Altenheim genutzt. Danach diente es als Studentenwohnheim. Eigentümerin ist die der Stadtverwaltung unterstellte Evangelische Wohltätigkeitsstiftung (EWR). Laut dem Leiter der Stiftung, Helmut Reutter, gebe es noch keine konkrete Planung, was mit dem Leerstand geschehen soll. Einen Grund, warum die Studierenden trotzdem schon das Wohnheim verlassen mussten, konnte der Leiter nicht angeben.

Otto-Hahn-Straße 1, 3, 5, 93053 Regensburg

Der gesamte Wohnblock steht seit März 2017 leer. Das Gebiet soll laut Amt für Stadtentwicklung „nachverdichtet“ werden. Doch wann dies geschehen wird, ist noch völlig offen. Auch konnte das Amt keine Auskunft darüber geben, wieviel neuer, zusätzlicher Wohnraum dort entstehen soll.

Zwei ebenso große Wohnblöcke daneben, die auch der „Nachverdichtung“ zum Opfer fallen sollen, dürfen zumindest noch bis Ende Dezember 2017 bewohnt werden. Alle Wohnblöcke dienten und dienen laut Stadtverwaltung hauptsächlich der “studentischen Wohnnutzung in Form von Wohngemeinschaften”.

Eigentümerin des Leerstands ist die Hermi Wohnbau GmbH aus Kelheim. Eigentümerin der anderen beiden Wohnblöcke, die Ende Dezember geräumt werden sollen, ist das in den Korruptionsskandal verwickelte Regensburger Immobilien Zentrum (IZ).

Pressespiegel:
“Potenzial: 9000 Wohnungen” – (20.06.2017, Mittelbayerische Zeitung)

Thurmayerstraße 13, 93049 Regensburg

Das Einfamilienhaus steht seit rund 7 Jahren leer. Es hat einen schönen Garten und Nebengebäude. Es im Besitz der Evangelischen Wohltätigkeitsstiftung in Regensburg (EWR). Auf Anfrage von Recht auf Stadt teilte die Stiftung mit, es stünde aus Brandschutzgründen leer und würde irgendwann abgerissen. Wann dies geschehe sei aber noch vollkommen offen.

Update
Laut einem Nachbarn entspricht das nicht der Wahrheit. Das Haus sei vollkommen in Ordnung. Brandgefahr gehe inzwischen eher vom Grundstück aus, welches die Wohltätigkeitsstiftung systematisch verlottern lasse.

Die Evangelische Wohltätigkeitsstiftung ist laut der städtischen Homepage eine Dienststelle der Stadtverwaltung. Es unterliegt dem Direktorium 1, d.h. es ist direkt dem Oberbürgermeisteramt unterstellt. Zur Zeit füllt dieses Amt die stellvertretende Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer aus.

Aufeldstraße 16, 93055 Regensburg

Der Gasbehälter, von manchen auch Gasturm oder Gasometer genannt, wurde 1928 gebaut und 2000 stillgelegt. Inzwischen steht er unter Denkmalschutz. Er ist 36 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 30 Metern. Laut Hinweisgeber wäre er gut für öffentliche Veranstaltungen geeignet.
Pressespiegel:
“Der Regensburger Scheibengasbehälter – ein Denkmal in der Abendsonne” (19.11.2011 – Regensburger Tagebuch)