„Die Flüchtlinge bekommen die ganzen neugebauten Wohnungen“, sagt die Polizei

Aktivist*innen der Gruppe „Die Hausretter*innen“, wollten den Regensburger Wohnungsmarkt durch eine Leerstandsbesetzung etwas entspannen. Doch schnurstracks wurde geräumt. Nun steht das Haus Grunewaldstraße 9 wieder so öde und nutzlos in der Gegend herum, wie die letzten 20 Jahre. Dies verdankt die Welt pflichtbewussten Polizist*innen, die sich selbst das Wohnen in der Stadt oftmals kaum noch leisten können. Die Hausretter*innen berichten über ihre Erfahrungen mit den selbstlosen Ordnungshüter*innen.

Das Motto der Hausretter*innen: „Menschen brauchen Häuser, Häuser brauchen Menschen!“

Wie geht es euch jetzt, zwei Tage nach der Räumung?

A: Mir geht‘s ganz gut. Ich bin sehr froh, dass wir es gemacht haben. Es ist etwas rübergekommen, die Presse hat berichtet und es hat viele Diskussionen gegeben. Auf manchen Plattformen recht hitzig. Ich denke, so wie wir es gemacht haben, hat‘s gepasst.

B: Ich sehe es ähnlich wie du. Sicher macht man sich Sorgen, weil ja Repressionen folgen. Aber für mich ist das ein kleiner Preis, denn etwas ändern muss sich in der Stadt definitiv. Auch nach dem großen Knall in der Stadt, der Korruptionsaffäre, hat sich nichts getan. Deswegen gibt es keine andere Möglichkeit als immer wieder auf die Straße zu gehen oder ein Haus zu besetzen, damit sich in den Köpfen was ändert. weiterlesen „Die Flüchtlinge bekommen die ganzen neugebauten Wohnungen“, sagt die Polizei

Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet

Pressemitteilung 05.08.2017

Spontandemo gegen die Räumung

Das Haus Grunewaldstraße 9 steht seit vermutlich knapp 20 Jahren leer. Eine Gruppe von engagierten Menschen, die sich selbst „Die Hausretter*innen“ nennt, fand, dass das reicht. Sie besetzten das Haus. Dies fiel ihnen umso leichter, als dass Gelände und Haus frei zugänglich waren, wie auch der Einsatzleiter unserem Pressevertreter von Recht auf Stadt gegenüber bestätigte. Am Eingang war lediglich ein Schild angebracht: „Betreten des Grundstücks auf eigene Gefahr“. Die Gruppe hatte Recht auf Stadt gebeten, über die Besetzung bzw. Rettung zu berichten. weiterlesen Hausbesetzung in Regensburg wurde von Polizei beendet

Petitionsabgabe: „Bezahlbare Wohnungen statt neuer Hotels und Airbnb!“

Das Team von Recht auf Stadt studierte für die Abgabe der Petition eine kleine Theaterperformance und ein Lied ein. Beides wurde am 20. Juli 2017 am Rathausplatz zum Besten gegeben.

Foto: Herbert Baumgärtner

Lobpreis der Rendite

VERMIETER
Ich bin euer Herr
Ich bin euer Anfang und Ende
Ich gebe euch Schutz vor Wind und Wetter
Ich gebe euch Raum für Verrichtungen aller Art
Ich bin euer Herr, euer Herr Vermieter
MIETSKLAVEN
Gelobt seist du, Herr Vermieter
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Die Wut ist groß!

Pressemitteilung 14.07.2017
Recht auf Stadt sammelte innerhalb von zwei Monaten über 1000 Unterschriften für ihre Petition „Bezahlbare Wohnungen statt neuer Hotels und Airbnb!“. Kommenden Donnerstag werden die Unterschriften im Rahmen einer Kundgebung eingereicht.

Auf zwei großen Pinnwänden informierte Recht auf Stadt über Leerstand, Airbnb, geplante Hotelbauten und die Zweckentfremdungssatzung

Mitte Mai wurde die Petition für bezahlbaren Wohnraum gestartet. Die Initiative ist zufrieden mit dem Rücklauf. Das Klassenziel 1000 Unterschriften wurde locker erreicht.
Zwar konnte auch online gezeichnet werden, doch die meisten Unterschriften wurden während dreier Kundgebungen am Europabrunnen und beim Bürgerfest gesammelt. weiterlesen Die Wut ist groß!

Über 50 Leerstände erfasst

Leerstandsmelder der Initiative Recht auf Stadt läuft seit einem halben Jahr

Der berühmteste Leerstand in Regensburg: das Adlerhaus in der Lindnergasse 1

Eigentlich ist es kaum zu glauben: In der von Wohnungsnot gebeutelten Stadt Regensburg gibt es leer stehende Häuser – und das nicht zu knapp! Die Initiative Recht auf Stadt erfasste auf dem Regensburger Stadtgebiet inzwischen über 50 Wohngebäude und Gewerbeimmobilien. Jeder Leerstand ist auf der Homepage der Initiative mit einem Bild, einem kurzen Text und – falls vorhanden – Links zu Hintergrundinformationen aufgeführt. weiterlesen Über 50 Leerstände erfasst

Obdachlose – plötzlich obdachlos!

Jahrelang geduldete Notunterkunft „Gaststätte Pürkelgut″ wurde polizeilich geräumt.

Steht seit über 20 Jahren leer: ehemalige Gaststätte Pürkelgut

Seit Jahrzehnten steht das ehemalige Gasthaus Pürkelgut, Landshuter Str. 107, leer. Doch so leer, wie es von außen erscheint, war das Haus nie. Jahrelang wohnten dort Menschen, mal kürzer, mal länger, die keine andere Möglichkeit hatten. weiterlesen Obdachlose – plötzlich obdachlos!

Recht auf Stadt richtet Leerstandsmelder ein

Über 20 leerstehende Gebäude sind bereits erfasst.

Möbelhaus Wangler, Alte Nürnberger Str. 33, 93059 Regensburg

Regensburg ist eine Stadt, die aus allen Nähten platzt. Trotzdem stehen im Stadtgebiet Wohnhäuser und Gewerbeimmobilien leer, teilweise schon 10 Jahre und länger. Diese Gebäude könnten Menschen Unterkunft oder eine Arbeitsmöglichkeit bieten, stattdessen schimmeln sie vor sich hin. weiterlesen Recht auf Stadt richtet Leerstandsmelder ein

In Bayern stehen 421 000 Wohnungen leer

Berichtigung einer Pressemitteilung

Quelle: Statistisches Bundesamt

Mit Statistik lässt sich trefflich lügen, auch wenn die Zahlen korrekt erscheinen. Ein schönes Beispiel dafür lieferte kürzlich das Statistische Bundesamt: „Mehr Wohnungen und weniger Leerstand als 2010″ meldete es für 2014 (Pressemitteilung Nr. 473 vom 23.12.2016).
Es geht also aufwärts? Nun ja. 2014 gab es prozentual gesehen tatsächlich weniger Leerstand als 2010. Doch geht mensch etwas weiter zurück, z.B. auf 1998, dem Jahr, als Rot-Grün die Regierung übernahm, ist der Leerstand plötzlich steigend, nicht fallend. Damals standen 7,5 Prozent der Wohnungen leer, heute sind es 8 Prozent. weiterlesen In Bayern stehen 421 000 Wohnungen leer

Leerstand? Allgemeintum statt Eigentum!

Pressemitteilung 18.12.2016kunstaktion-adlerhaus-3Immer wieder findet mensch Häuser, Wohnungen oder Räume vor, die schon länger nicht mehr bewohnt oder genutzt werden. Daneben, gibt es Menschen, die keine Bleibe finden oder für ihre Unterkunft so viel Geld aufwenden müssen, dass für ein sorgenfreies Leben nichts mehr übrig bleibt. Stadtratsparteien nehmen aber lieber Spendengelder von Baulöwen, statt ihren vollmundig abgegebenen Wahlversprechen, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, nachzukommen. Daher müssen die Betroffenen die Sache selbst in die Hand nehmen. weiterlesen Leerstand? Allgemeintum statt Eigentum!