Leerstandsmelder für Regensburg

Sonderartikel

Wohnungen leer stehen zu lassen, obwohl andere verzweifelt Obdach suchen, ist kein Kavaliersdelikt. Im Grundgesetz Art. 14 heißt es: “Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.” Doch Eigentümer_innen und Politik scheren sich oft wenig ums Allgemeinwohl. Darum wollen wir mit der öffentlichen Anprangerung von Leerstand diesbezüglich nachhelfen. Bitte helft uns dabei! Meldet uns leer stehende Wohnungen oder Häuser in eurer Nachbarschaft! Wir werden uns umgehend darum kümmern und hier veröffentlichen. Kontakt: 0941 / 700 299, recht-auf-stadt@uetheater.de Hinweis: Die Wohnungen oder Häuser sollten mindestens seit 6 Monaten unbewohnt sein.

Vollbildanzeige

Leerstände alphabetisch (Stand: 105 Leerstände)
Adolf-Schmetzer-Straße 15, 93055 Regensburg
Adolf-Schmetzer-Straße 19, 93055 Regensburg
Adolf-Schmetzer-Straße 38, 93055 Regensburg
Alfons-Auer-Straße 52a, 93053 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 6a, 93059 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 33 „Möbelhaus Wangler“, 93059 Regensburg
Altmühlstraße 8, 93059 Regensburg
Am Judenstein 6, 93047 Regensburg
Am Judenstein 10 „Dominikanerinnenkloster“, 93047 Regensburg
Am Protzenweiher 3, 93059 Regensburg
Am Zieget 8, 93051 Regensburg
An der Hülling 6, 93047 Regensburg
Aufeldstraße 16, 93055 Regensburg   –   weiterlesen Leerstandsmelder für Regensburg

Maximilianstraße 26, 93047 Regensburg

In diesem großen Gebäude am Eingang zur Fußgängerzone stehen Erdgeschoß,1. und 2. Stock seit Anfang 2017 komplett leer. An diesem Zustand wird sich auch allzubald nichts ändern, denn die Stadt möchte hier in einigen Jahren ein Hotel und zusätzliche Konferenzräume für das geplante Kultur- und Kongresszentrum (RKK) am Ernst-Reuter-Platz einrichten. Doch ob das RKK überhaupt gebaut wird, ist äußerst fraglich.

Pressespiegel:
Gifthaus: Stadt liefert Bewohnern Wasser (MZ, 13.10.2017)
Maxstraße: Städtischer Blindkauf mit schmutziger Zugabe (Regensburg Digital, 13.10.2017)
Stadt Regensburg kauft Horror-Haus und muss Mieter mit PET-Flaschen versorgen! (Wochenblatt, 12.09.2017)
Teurer Einkauf mit Nachwehen (Regensburg Digital, 05.12.2016)
Zeitungsbericht: 14 Millionen für ein Hotel auf Vorrat (Regensburg Digital, 01.10.2016)
Stadt will früheres HVB-Gebäude kaufen (MZ, 12.11.2014)

Wahnsinn! Adler gibt nach!

Nach über 20 Jahren lenkt der Unternehmer Adler endlich ein. Und als Akt der Wiedergutmachung will er seinen berühmten Leerstand in der Lindnergasse 1 der Bevölkerung schenken! Recht auf Stadt sagt: Respekt!

Links der alte Aushang, rechts der neue

Recht auf Stadt konnte zuerst die Nachricht kaum glauben. Ein anonymer Informant gab der Initiative den Tipp, dass neue Plakate am berühmt-berüchtigten „Adlerhaus“ prangen würden. Bislang flatterte dort ein Aushang, dessen Inhalt viele am Geisteszustand des betreffenden Unternehmers zweifeln ließen. Zu einem vollkommen überzogenen Preis – „nur“ 5400 Euro VB – wurde die Hausruine zur Miete angeboten. Doch nun scheint das Enfant Terrible endlich zur Vernunft gekommen zu sein. Er will die Immobilie der Bevölkerung schenken! weiterlesen Wahnsinn! Adler gibt nach!

Aufgeputscht durch „Das Gegenteil von Grau“

Das Ostentorkino war trotz ungewöhnlicher Uhrzeit am Sonntag Nachmittag gut gefüllt. Kein Wunder, denn es lief einer der zur Zeit meistgespielten Filme aus der Mietrebellenszene: „Das Gegenteil von Grau“. Alternative Wohnräume Regensburg (AWR) organisierten zusammen mit Recht auf Stadt (RaS) die Vorführung. Besonderes Highlight: Der Regisseur Matthias Coers war anwesend und stellte sich der Diskussion. weiterlesen Aufgeputscht durch „Das Gegenteil von Grau“

Seniorenheim Candis: Anzeige wegen Verdacht auf Dokumentenfälschung

Trotz Aufnahmestopp: Das Bayernstift wirbt weiterhin für sein “Seniorenwohnzentrum Candis”

Im Frühjahr 2017 startete die Initiative Recht auf Stadt die Flugblattkampagne „Wir alle sind verantwortlich!“. Pflegemissstände sollten nicht länger hingenommen, sondern gemeldet werden. Hintergrund waren ausführliche Interviews mit Pflegekräften (hier und hier) sowie ein Bericht im Polit-Magazin “quer” des Bayerischen Rundfunks. Der private Pflegeheimbetreiber „Bayernstift“ versucht seitdem, die weitere Verbreitung des Flugblatts per einstweiliger Verfügung zu verhindern. Im Laufe der gerichtlichen Auseinandersetzung kamen Details ans Licht, die nun zu einer Strafanzeige gegen Verantwortliche des Seniorenheims Candis wegen des Verdachts auf Dokumentenfälschung, falscher eidesstattlicher Aussage und Verschleierung einer Straftat führten. weiterlesen Seniorenheim Candis: Anzeige wegen Verdacht auf Dokumentenfälschung

Film: Das Gegenteil von Grau

Sonntag, 21. Januar, 13:45
Ostentorkino, Adolf-Schmetzer-Straße 5, 93055 Regensburg

In Anwesenheit des Filmemachers Matthias Coers!

DAS GEGENTEIL VON GRAU

Von Freiraum- und Wohnkämpfen über Solidarische Landwirtschaft bis hin zur Refugees’ Kitchen.

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten, Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam. Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen. weiterlesen Film: Das Gegenteil von Grau

Ernst-Reuter-Platz 2 “Ernstl”, 93047 Regensburg

Das Ernstl war eine Nachtbar mit Imbiss, geöffnet bis 5:00 Uhr früh. Seit Sommer 2017 stehen die Räumlichkeiten leer. Recht auf Stadt hatte wegen einer sozial-kulturellen Zwischennutzung angefragt, erfolglos. Vermutlich wird das Ding noch die nächsten 2 / 3 Jahre leer stehen, solange, bis die Stadtregierung endlich ihren Irrsinnsplan “Kultur- und Kongresszentrum” (RKK) auf dem Keplerareal aufgegeben hat. Erst dann werden wieder Verwendungsoptionen offen stehen.

Petition für Wohnen: Fachaufsichtsbeschwerde gegen Behördenleiter Sedlmeier und Frohschammer

Am 17.10.2017 wurde die Petition „Bezahlbare Wohnungen statt neuer Hotels und Airbnb!“ der Initiative Recht auf Stadt, die von insgesamt 1163 Unterstützer*innen namentlich unterzeichnet wurde, im Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen behandelt. Recht auf Stadt war entsetzt über die Niveaulosigkeit der Sitzung. Jetzt hat die Initiative Beschwerde bei der Stadt eingelegt und gleichzeitig Fachaufsichtsbeschwerde bei der Regierung der Oberpfalz gegen die beiden Amtsleiter Anton Sedlmeier sowie Armin Frohschammer erhoben.

Aktivisten von Recht auf Stadt beim Sammeln von Unterschriften für die Petition

Machtlos gegen zuviele Hotels?

Herr Frohschammer und Herr Sedlmeier behaupteten während der Ausschusssitzung, es gäbe rechtlich keine Handhabe, Überkapazitäten im Hotelbereich zu verhindern. Jedoch zeigten Beispiele aus der Vergangenheit, dass es sehr wohl Mittel gibt, Fehlentwicklungen zu vermeiden. So legte die Verwaltung 2015 ein Veto gegen zusätzliche Verkaufsflächen im Dörnberg-Viertel ein, um den bestehenden Einzelhandel zu schützen und Schadenersatzklagen gegen die Stadt vorzubeugen.

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Bürgerbefragung: 81 % für Rücktritt der Stadtregierung!

In einer von der Initiative Recht auf Stadt veranstalteten Bürger*innenbefragung zum Thema „Neugestaltung zur Regensburger Politik“ kam es zu einem erstaunlichen Ergebnis: Ganze 81 % sprachen sich dafür aus, dass „alle führenden Politiker und Beamten abtreten“ sollen, um Platz für einen dringend notwendigen Neuanfang zu machen. Vielleicht noch bemerkenswerter: Kein*e einzige*r Bürger*in sprach sich für den Verbleib der bisher Verantwortlichen aus!

Recht auf Stadt hatte im Rahmen einer Kundgebung des Bündnisses „Arbeitsgemeinschaft Wohnungsnot“ am 10. November auf dem Neupfarrplatz die Regensburger Bürger*innen per Bürger*innenbefragung nach ihrer Meinung befragt. Um den Vorwurf, die Befragung sei manipulativ und unseriös von vornherein auszuräumen, orientierte sich Recht auf Stadt bei der Fragestellung peinlich genau an der zur Zeit laufenden „Bürgerbefragung“ der Regensburger Stadtverwaltung zum sogenannten „Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“. weiterlesen Bürgerbefragung: 81 % für Rücktritt der Stadtregierung!

ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN!

Ein Augenzeugenbericht über den Umgang der Polizei mit der Versammlungs- und Meinungsfreiheit.

Vorgeschichte: Am 31. Mai 2017 sorgte ein Polizeieinsatz in Nürnberg für bundesweite Schlagzeilen. Polizeibeamte versuchten unter Einsatz massiver Gewalt einen 20-jährigen Afghanen aus einer Berufsschule heraus abzuschieben. Dies konnten die Mitschüler*innen glücklicherweise verhindern. Einer der solidarischen Schüler wurde während der Tumulte jedoch verhaftet. Am Freitag, den 27. Oktober, gab es in Nürnberg eine große Solidaritätskundgebung für den in Untersuchungshaft sitzenden Berufsschüler. Daran beteiligten sich auch Gruppen und Personen aus Regensburg. Hier ein Bericht über Vorkommnisse während der Anreise, der Recht auf Stadt übermittelt wurde.

Auf dem Weg zum Zug in Regensburg wurden Personen aus unserer Gruppe von zwei Bundespolizisten betont freundlich auf ihre Weiterreise angesprochen. In Anbetracht dessen, dass jeder Mensch sich frei bewegen kann wohin er will, war das schon eine Frechheit. Aufgrund des „kumpelhaften“ Getues der Beamten ist dann doch die Info durchgekommen, dass die fröhliche und bunte Gruppe nach Nürnberg zur dortigen Demo fahren wolle. So weit so gut erst mal. Die Beamten beobachteten noch bis zur Abfahrt des Zuges aus einiger Entfernung unsere Gruppe. weiterlesen ALLEIN MACHEN SIE DICH EIN!

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“

Sensation! – Grüne lehnen RKK ab! Eigentlich sind die Grünen Teil der Regierungskoalition. Doch ausgerechnet am RKK scheiden sich die Koalitionäre. Damit dürfte ein weiteres Kongress- und Kulturzentrum in Regensburg endgültig Geschichte sein.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Jürgen Mistol redet Klartext:

Das Hauptargument, das auch aus Sicht der Grünen immer gegen den Standort sprach, war, dass am Ernst-Reuter-Platz wertvolle Parkfläche versiegelt, Dispositionsflächen überbaut und in nicht unerheblichem Umfang Bäume gerodet werden müssten. Ein Kultur- und Kongresszentrum an diesem Ort – und so hat es der Stadtheimatpfleger vor Jahren in einer Stellungnahme formuliert – würde den Alleengürtel als stadtbildprägende Grünfläche über das schon bestehende Maß hinaus zerstören. Dieses Argument ist für uns Grüne weiterhin von allergrößter Relevanz.

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Lächerliche Pseudo-Befragung

Empfehlung von Recht auf Stadt zum Umgang mit der sogenannten Bürgerbefragung „Stadtraum gemeinsam gestalten“.

Regensburg hat bereits mehrere RKKs, z.B. das Kolpinghaus

In diesen Tagen erhalten 145.000 Regensburger*innen einen Fragebogen und eine bunte Infobroschüre im Rahmen einer „Bürgerbefragung“, die diesen Namen nicht verdient. Es handelt sich schlicht um eine 350.000 Euro teure gigantische und absurde Werbeaktion, mit der die Stadtspitze eine Blanko-Zustimmung der Bevölkerung für den Bau eines Kommerz- und Kongresszentrums am Kepler-Areal einholen will. Entscheiden können die Bürger*innen dabei nichts, denn den Bau hat der Stadtrat bereits beschlossen. weiterlesen Lächerliche Pseudo-Befragung

Hausrettung: Neues von Grune 9

Am 04.08.2017 besetzte die Gruppe „Die Hausretter*innen“ das seit knapp 20 Jahren leerstehende Mehrfamilienhaus Grunewaldstr. 9 in Regensburg. Schon am nächsten Tag wurden die Besetzer*innen von der Polizei geräumt. Dabei wurde auch ein Teil ihrer privaten Habseligkeiten „sichergestellt“. Erst nach schriftlich eingelegten Beschwerden wurden die Gegenstände von der Polizei endlich zurückgegeben. Darunter war auch eine Kamera, mit der die Hausretter*innen den Zustand von Grune 9, wie die Besetzer*innen ihr kurzfristiges Heim liebevoll nannten, dokumentierten. Die Bilder zeigen das ganze Ausmaß des Skandals von Leerstand inmitten einer Stadt mit besorgniserregendem Wohnungsmangel.

Ein Bild aus alten Tagen: Entsorgungskalender von 1997 an der Eingangstür. Seit Anfang 1998, also seit knapp 20 Jahren, steht das Mehrfamilienhaus leer.
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„Liebe statt Hass“ – Elly Maldaque statt Martin Luther!

Kundgebung zur Umbenennung der D.-Martin-Luther-Str. in Elly-Maldaque-Str.

Luther war ein Hassprediger. Er rief dazu auf, die Häuser von Juden einzureißen, ihre Synagogen zu verbrennen, sie in Arbeitslager zu stecken und alles Jüdische zu liquidieren, „damit nicht das ganze Volk verdorben werde.“ Aber auch gegen aufständische Bauern kannte er nur ein Mittel: Totschlagen „– so, wie man einen tollen Hund totschlagen muss.“ Auch für behinderte Kinder verlangte er eine ähnliche Lösung: Ersäufen, „denn solche Wechselkinder sind lediglich ein vom Satan in die Wiege gelegtes Stück seelenloses Fleisch, das nicht gedeiht, sondern nur frisst und säugt.“ Selbstredend wollte er auch Hexen „selber verbrennen“ und untreue Frauen „rädern und ädern lassen.“ weiterlesen „Liebe statt Hass“ – Elly Maldaque statt Martin Luther!

Seniorenwohnzentrum Candis: Heimaufsicht verhängte Aufnahmestopp!

Was der Initiative Recht auf Stadt schon von verschiedener Seite mitgeteilt worden war, wurde nun von der Heimaufsicht Regensburg telefonisch bestätigt. Über das Seniorenwohnzentrum Candis wurde ein Aufnahmestopp verhängt.

Titelbild der Candis-Broschüre – Müsste es nicht heißen: „Besser NICHT alt werden“?

Jetzt ist es amtlich: Die Pflegemissstände im Seniorenheim Candis sind offensichtlich so gravierend, dass die Heimaufsicht (FQA) Regensburg einen Aufnahmestopp verhängen musste. Dies hat der Leiter der Heimaufsicht Roland Gerth Recht auf Stadt gegenüber auf Anfrage bejaht.

„Grundsätzlich“, erklärt die Heimaufsicht nach Rücksprache mit der Pressestelle schriftlich, „kann man sagen, dass – wenn bei einer Einrichtung ein Aufnahmestopp verhängt wurde – erst dann eine Aufhebung durch die Behörde möglich ist, wenn die Einrichtung die erforderlichen Maßnahmen zur Behebung der bei der vorausgegangenen Kontrolle festgestellten (erheblichen) Mängel ergriffen und eine entsprechende Nachkontrolle durch die FQA ergeben hat, dass der Aufnahmestopp zum Schutz der Bewohnerrechte nicht mehr aufrecht erhalten werden muss.“ weiterlesen Seniorenwohnzentrum Candis: Heimaufsicht verhängte Aufnahmestopp!

Bezahlbarer Wohnraum für alle !!!

In Regensburg gibt es zu wenig preiswerten Wohnraum: 1800 Menschen verfügen über einen Wohnberechtigungsschein, doch nur „etwa 10 Prozent von ihnen haben eine reelle Chance, eine sozial geförderte Wohnung zu bekommen“, so die Pressestelle der Stadtverwaltung. Tausende weitere Menschen, die eine bezahlbare Unterkunft suchen, stehen auf den Wartelisten der Stadtbau GmbH und den verschiedenen Wohnungsgenossenschaften. Demgegenüber gibt es in unserer Stadt einen amtlichen bestätigten Wohnungsleerstand von mehr als 2300 Wohnungen, teilweise stehen ganze Häuser schon seit Jahrzehnten leer! weiterlesen Bezahlbarer Wohnraum für alle !!!

„Bald ist Schluss mit sozialem Engagement, wenn alles abgerissen wird“

Dieses Jahr werden in Regensburg über 500 günstige Studierendenwohnungen eingestampft. Im Frühjahr bereits wurde das Studentenwohnheim der Diakonie in der Oberen Bachgasse geräumt. Ebenso ein großer Wohnblock in der Otto-Hahn-Straße, in dem hautpsächlich studentische WGs untergebracht waren. Ende Dezember sollen dort zwei weitere Wohnblöcke geleert werden. Und schließlich das Keplerareal. Hier sollen gleich zwei Wohnheime mit über 200 Studierenden und unschlagbar günstigen Mieten aufgelöst werden. Während die Bevölkerung in einem irrsinnigen Mitmachspektakel in Sachen „Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“ der Vernichtung dieses günstigen Wohnraums zustimmen soll, wurden die Betroffenen wohlweislich nicht gefragt. Dies hat nun Recht auf Stadt nachgeholt. Bewohner*innen der verschiedenen Heime berichten zum ersten Mal ausführlich über ihr Leben in den Heimen und über ihre gegenwärtige, katastrophale Situation. Und warum wurden sie nicht gefragt? Vermutlich, weil sich dann ergeben hätte, welches Kleinod hier dem Profit und pathologischer Großmannssucht geopfert werden soll. Nein zum RKK!

So schön ist der Ausblick vom 9. Stock des Lutherheims

Über das Wohnen in den Heimen

Ihr seid Bewohner der Studentenwohnheime Keplerhaus und Lutherhaus. Wie lange wohnt ihr schon hier und in welchen Heimen?

A: Seit Herbst 2013 im Keplerhaus.

C: Seit fünf Jahren auch im Keplerhaus. Vorher habe ich in einer WG gewohnt in Regensburg. Aber uns wurde die Wohnung gekündigt und in unserer Preisklasse haben wir nichts gefunden für eine neue WG. Deshalb bin ich hier.

J: Ich bin seit ungefähr zweieinhalb Jahren im Lutherhaus. Ich komme aus München. War zuerst in Landshut und bin dann wegen meinem Studium nach Regensburg gezogen.

M: Ich wohne auch im Lutherhaus, schon seit 2010. Jetzt bin ich gerade in der Abschlussphase meiner Promotion. weiterlesen „Bald ist Schluss mit sozialem Engagement, wenn alles abgerissen wird“

„Wegen Leuten wie Sie geht es mit Deutschland bergab!“

Wie tickt die Regensburger Polizei? Dazu ein offener Brief eines unserer Aktiven an den Polizeipräsidenten des Präsidiums Oberpfalz. Wir dokumentieren den Brief, denn wir sind der Meinung, dass das Recht auf Stadt auch das Recht auf eine menschenwürdige, repressionsfreie Behandlung beinhaltet. Zudem wirft der Brief die Frage auf, wie es um die Gesinnung der Regensburger Polizei bestellt ist.

Nachstellung der Position des jungen Mannes, bevor er laut Augenzeuge von dem Polizisten S. geschlagen wurde

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident Gerold Mahlmeister,

auf der Homepage des Polizeipräsidiums Oberpfalz ist das „Leitbild der Bayer. Polizei – Handlungs- und Orientierungsrahmen für die Zukunft“ aufgeführt. Darin heißt es:

“Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

Unter der Überschrift „Polizeipräsidium Oberpfalz – wir über uns“ steht auf der gleichen Seite zu lesen: weiterlesen „Wegen Leuten wie Sie geht es mit Deutschland bergab!“

Altmühlstraße 8, 93059 Regensburg

Hier steht im 2. Stock seit ca. 15 Jahren eine 3-Zimmer Wohnung leer. Die Eigentümerin ist verzogen, nachdem ihr Mann verstarb. Versuche, die Wohnungen anzumieten, scheiterten, da die Eigentümerin anscheinend nicht auf das Geld angewiesen ist. Laut einer Anwohnerin besitze die Eigentümerin noch mehr leerstehende Wohnungen in der Stadt.

Wie der Dr. Eckl einmal herzhaft lachen musste

Mail Eckl vom 14.08.2017

Sehr geehrte*r Herr*in „Recht auf Stadt Regensburg“*in,
haben Sie vielen Dank für Ihre Antwort. Ich kann mich nicht entsinnen, an irgendeiner Stelle das Wort „Interview“ verwendet zu haben in meiner Anfrage, Ihre Ausführungen sprengen auch jeden Rahmen. Dennoch danke ich Ihnen dafür, denn ich habe herzhaft gelacht. Ich werde Ihre ausführlichen Antworten in meine journalistische Abwägung mit einbeziehen und sie zu einem gegebenen Zeitpunkt veröffentlichen. Es ist ja geradezu erfrischend zu sehen, wie plötzlich die von Ihnen sonst so kritisch beäugte Staatsgewalt in Ihren Ausführungen zur unumstößlichen Wahrheitsquelle wird.
Freundliche Grüße,
Dr. Christian Eckl

Da haben wir uns soviel Mühe damit gegeben, die drei Fragen des Doktors zu beantworten. Und dann will er es gar nicht so gemeint haben. Oder bediente er sich nur einer lahmen Ausrede, weil dem Anzeigenblättler unsere Aussagen nicht passten? Urteilen Sie selbst! weiterlesen Wie der Dr. Eckl einmal herzhaft lachen musste

Ernst-Reuter-Platz 2, 93047 Regensburg – “Lutherhaus”

Mitten in der Stadt, im sogenannten Lutherhaus, gab es bislang sehr günstigen Wohnraum für ca. 120 Studierende. Die Miete betrug nur erschwingliche 130 Euro, inklusive aller Nebenkosten. Doch inzwischen stehen trotz Wohnungsnot knapp 50 Prozent der Zimmer leer. Es wurden zwar noch keine offiziellen Kündigungen ausgesprochen, doch laut einem Aushang des Heimsprechers soll das komplette Wohnheim bis spätestens Ende November leergeräumt sein.

Auf dem Gelände will die Stadtregierung ein „Kultur- und Kongresszentrum (RKK)“ errichten. Geschätzte Kosten: 120 bis 180 Millionen Euro. Jährliches Defizit: fünf bis acht Millionen Euro.

Pressespiegel:
“Ein Kongresszentrum und andere Megathemen…” – (15.11.2016, Regensburg Digital)

Obere Bachgasse 21, 93047 Regensburg – „Evangelisches Altersheim“

Das ehemalige „Evangelische Altersheim“ steht seit Frühjahr 2017 leer. Allerdings wurde es nur bis 2004 als Altenheim genutzt. Danach diente es als Studentenwohnheim. Eigentümerin ist die der Stadtverwaltung unterstellte Evangelische Wohltätigkeitsstiftung (EWR). Laut dem Leiter der Stiftung, Helmut Reutter, gebe es noch keine konkrete Planung, was mit dem Leerstand geschehen soll. Einen Grund, warum die Studierenden trotzdem schon das Wohnheim verlassen mussten, konnte der Leiter nicht angeben.