Michlstift: BI Asyl für gemischte Nutzung

Pressemitteilung 12.08.2015Michlstift_Petition Überabe-Foto Herbert Baumgärtner
Die Regensburger Bürger_innen-Initiative Asyl befürwortet den alternativen Lösungsplan der Initiative Recht auf Stadt, im Bürgerstift St. Michael zukünftig sowohl Senior_innen als auch Geflohene unterzubringen. Sie fordert die Stadt auf, „diesen Vorschlag aufzugreifen und weiter zu entwickeln“.

Die Stellungnahme von BI Asyl im kompletten Wortlaut:

  1. Die BI Asyl bedankt sich bei der Initiative Recht auf Stadt für die Bemühungen für den Erhalt des Michlstifts als kommunales Pflegeheim und begrüßt die dadurch intensivierte öffentliche Diskussion über die Zukunft des Michlstifts.
  2. Die BI Asyl begrüßt den Vorschlag der Stadt von Ende Juni, im Michlstift ein Kinder- und Jugendschutzhaus für junge unbegleitende Flüchtlinge und alleinerziehende Flüchtlinge zu errichten und die Jugendschutzstelle der Stadt und den Kinderschutzbund dort anzusiedeln.
  3. Die BI Asyl begrüßt genauso den aktuellen Vorschlag der Initiative Recht auf Stadt „Michlstift – Eine humane Lösung für Geflohene und Senior_innen“. Wir finden die dafür genannten Argumente und Vorteile der PM vom 8. Juli begründet, plausibel und nachvollziehbar. Demnach könnte das Michlstift ein neues Zentrum für Senior_innen und Geflüchtete im Sinne von generationenübergreifendem Wohnen mit all den sich daraus ergebenden Möglichkeiten und Chancen werden.
  4. Wir haben uns damit aber nicht im Detail beschäftigt. Wir bitten und erwarten von der Stadt in Zusammenarbeit mit Fachverbänden und der Initiative Recht auf Stadt, diesen Vorschlag aufzugreifen und weiter zu entwickeln und sind gespannt, ob und wie das realisiert werden kann.

Für die BI Asyl Regensburg, 02.08.2015
Gotthold Streitberger

Die Initiative Recht auf Stadt überreichte Oberbürgermeister Wolbergs den Lösungsvorschlag zusammen mit den Unterschriften für die Petition „Das Michlstfit muss bleiben“ am 8. Juli 2015. Bislang gab es weder auf den Vorschlag noch auf die Petition eine Antwort.

Recht auf Stadt bedauert im übrigen die Streichung des Bürgerstifts St. Michael aus der Satzung der Katholischen Bruderhausstiftung, der alle Stadträt_innen ohne Ausnahme in der letzten Sitzung vor der Sommerpause zustimmten. Zwar ist dadurch eine zukünftige Unterstützung des Michlstifts nicht ausgeschlossen, jedoch wird wiederum einer weiteren Privatisierung von kommunalen Pflegeplätzen Vorschub geleistet.

Der Lösungsvorschlag der Initiative Recht auf Stadt kann hier nachgelesen werden:

http://rechtaufstadt-regensburg.uetheater.de/uebergabe-der-petition-das-michlstift-muss-bleiben

2 Replies to “Michlstift: BI Asyl für gemischte Nutzung”

  1. Der Vorschlag eines Pflegeheimes UND einer gleichzeitigen Flüchtlingsunterkunft ist recht unausgegoren – ein Pflegeheim hat andere Bedürfnisse und die Lösung wäre eine Steilvorlage für Konflikte.

    (Als unmittelbare Nachbarin beobachte ich das Leben in diesem Seniorenheim seit Jahren. Und wundere mich, wie wenig der schöne Garten genutzt wird. Nur ab und an spazierte kurz ein/e Senior/in oder saß kurz jemand zu Besuch mit einem/r Bewohner/in im Rollstuhl da. Zu gut 80% der Zeit war da höchstens Personal in seiner Rauchpause. Nur soviel vom beklagten Verlust des „Umfeldes“.)

    Ganz anders aber wäre eine Art Mehrgenerationen-Wohnen, indem man unbegleitete Flüchingskinder und -jugendliche integriert. Nur ob das auf die Schnelle reisierbar ist, steht auf einem anderen Plan.
    Die Nutzung mit Jugendarbeit und Kinderschutzbund wäre das Beste. Traumatisierte und hilfsbedürftige Heranwachsende in einem gewachsenen bürgerlichen Umfeld anzusiedeln ist eine gute Sozialisationsvoraussetzung. Wenn hier noch einer Senioreneinrichtung für Tagesaktivktäten Raum gegeben werden könnte, entstünde doppelter Gewinn: es könnten Patenschaften entstehen und genseitiges Verständnis darüber hinaus würde auf beiden Seiten die Gesellschaft ausstrahlen.

    Es ist nicht gerade der Moment, auf Rechthaberei zu pochen und für illusorische Ziele zu plädieren. Die Mehrheit der Regensburger bzw. derer, die sich dafür interessiert, fände eine rasche, sinnvolle, kostengünstige Lösung für dringend nötig.

    A. P.
    (Dozentin für Integrationskurse und Heilpädagogin)

    • Übrigens finde ich dieses pauschale Sich-Duzen störend. Gibt es nur noch Pauschalpubertät.
      Soviel zum „Dein Kommentar in…“

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