Petition: Mehr Wohnungen – Weniger Hotels und Airbnb!

Initiative Recht auf Stadt startet Petition gegen Wohnraumvernichtung.

Über 1000 zusätzliche Hotelzimmer sollen laut einer Studie der Stadt Regensburg in den nächsten Jahren entstehen. Zusätzliche Sozialwohnungen dagegen gibt es so gut wie keine, im Gegenteil. Den neu geförderten Wohnungen stehen durchschnittlich wesentlich mehr Sozialwohnungen gegenüber, die jährlich aus der Sozialbindung fallen. So gab es 1990 noch knapp 10 000 Sozialwohnungen, heute nur noch ca. 5 500, trotz gestiegenem Bedarf.

Doch anstatt ihre Hausaufgaben zu machen und die Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen, investiert die Stadtregierung ihre Zeit und Kraft lieber in Prestigeobjekte wie das Regensburger Kultur- und Kongresszentrum (RKK). Schon jetzt ist bekannt, dass dessen Betrieb mehrere Millionen Euro jährlichen Verlust einbringen wird. Doch die Verluste tragen die Bürger_innen, während sich die großen Hotelketten durch den Kongressbetrieb schöne Gewinne erhoffen.

Bislang wurden von Seiten der Stadtregierung und -verwaltung noch keinerlei Konsequenzen aus dem Korruptionsskandal gezogen. Nach wie vor steht das Investorenwohl weit über den Bedürfnissen der Bewohner_innen. Nach wie vor unternimmt die Stadtregierung nichts, um Wohnraumvernichtung durch Geschäftemacherei à la Airbnb zu unterbinden, wodurch die Mietpreise zur Freude der Bauherren weiter steigen werden.

Damit endlich ein Umdenken stattfindet, startet die Initiative Recht auf Stadt eine Petition für mehr bezahlbaren Wohnraum, gegen zusätzliche Hotelprojekte und gegen eine weitere Zweckentfremdung von Wohnungen als sogenannte Ferienwohnungen.

Link zur Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/bezahlbare-wohnungen-statt-neuer-hotels-und-airbnb

Link zur erwähnten Studie (Beschlussvorlage und Studie):
https://srv19.regensburg.de/bi/___tmp/tmp/4508103671008200/71008200/00230195/95.pdf

Aus: „Bebauungsplan Nr. 102 (NEU), ehemalige Nibelungenkaserne″, S. 17:

„Der Wohnungsmarkt hat sich für einkommensschwächere Personen spürbar verengt. Während im Jahr 1990 in Regensburg noch knapp 10.000 Wohnungen mit einer Preis-und Belegungsbindung versehen waren, lag die Zahl dieser Wohnungen im Jahr 2011 nur noch bei rund 5.500. Diesem Rückgang steht im Zeitraum seit 2008 ein Anstieg der Wohnungssuchenden gegenüber. Künftig ist der zeitliche Auslauf der Bindungen für etwa 150 Wohnungen pro Jahr zu erwarten. Der Bestand an gebundenem Wohnraum wird demnach nur dann auf dem aktuellen Stand zu halten sein, wenn jährlich mindestens die gleiche Anzahl an geförderten Wohnungen neu geschaffen wird. Dieses Neubauziel konnte in den vergangenen Jahren jedoch nicht erreicht werden.″

https://srv19.regensburg.de/bi/___tmp/tmp/4508103671008200/71008200/00223468/68-Anlagen/03/BP102BegruendungmitUmweltbericht.pdf

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