Leerstandsmelder für Regensburg

Sonderartikel

Wohnungen leer stehen zu lassen, obwohl andere verzweifelt Obdach suchen, ist kein Kavaliersdelikt. Im Grundgesetz Art. 14 heißt es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Doch Eigentümer_innen und Politik scheren sich oft wenig ums Allgemeinwohl. Darum wollen wir mit der öffentlichen Anprangerung von Leerstand diesbezüglich nachhelfen. Bitte helft uns dabei! Meldet uns leer stehende Wohnungen oder Häuser in eurer Nachbarschaft! Wir werden uns umgehend darum kümmern und hier veröffentlichen. Kontakt: 0941 / 700 299, recht-auf-stadt@uetheater.de Hinweis: Die Wohnungen oder Häuser sollten mindestens seit 6 Monaten unbewohnt sein.

Leerstände alphabetisch (Stand: 54 Leerstände)
Adolf-Schmetzer-Straße 15, 93055 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 6a, 93059 Regensburg
Alte Nürnberger Str. 33 „Möbelhaus Wangler“, 93059 Regensburg
Alte Waldmünchener Str. 26, 93059 Regensburg
Am Judenstein 6, 93047 Regensburg
Am Protzenweiher 3, 93059 Regensburg
An der Hülling 6, 93047 Regensburg   –   weiterlesen Leerstandsmelder für Regensburg

Obertraublinger Str. 25, 93055 Regensburg

Der Burgweintinger Reptilienzoo wurde am 30. März 2015 geschlossen. Nur gelegentlich schaut der verbliebene Eigentümer, der Biologe und Hobbyfilmer Markus Schmiedbauer, vorbei.
Pressespiegel:
12.01.2015 „Mit dem Chef stirbt sein Reptilienzoo“ (Mittelbayerische Zeitung)
11.12.2014 „Der Reptilienzoo steht auf der Kippe“ (Mittelbayerische Zeitung)

Donaustaufer Str. 212 b, 93055 Regensburg

Hierbei handelt es sich um verschiedene, alte Bahnhofsgebäude, die sich in einem sehr heruntergekommenen Zustand befinden. Der Leerstand dürfte mindestens 5 Jahre betragen. Vermutlich handelt es sich aufgrund der Höhe beim linken Gebäude um eine ehemalige LKW-Halle. Das längliche Haus ist zugemüllt, teilweise ist das Dach eingestürtzt und an einem Fenster sieht man Brandschäden.

Grunewaldstraße 9, 93053 Regensburg

Das geräumige Haus, sehr versteckt gelegen an der Autobahnauffahrt Burgweinting, steht seit mindestens einem Jahr leer, vermutlich wesentlich länger. Der Zugangsbereich ist verwittert, keine Klingelschilder, keine Mülltonne. Es verfügt über einen sehr schönen Garten mit Fallobstwiese, die offensichtlich ab und zu gemäht wird.

Grasgasse 6, 93047 Regensburg

Das Haus erlangte traurige Berühmtheit, weil die in Regensburg berüchtigte Unternehmerfamilie Adler dort Saisonarbeiter aus Bulgarien und Rumänien unter menschenunwürdigsten Bedingungen einquartiert hatte. Als Stromquelle mussten sie Autobatterien benutzen, eine Heizung gab es erst, nachdem sich die Stadt mit Zwangsmaßnahmen eingeschaltet hatte. Für wenige Quadratmeter wurden von der Unternehmerfamilie bis zu 400 Euro verlangt. Seit der Räumung im Frühjahr stehen die oberen Stockwerke leer. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich an diesem Zustand in den nächsten Jahren etwas ändern wird, da Adler auch in der Lindergasse 1 ein Haus seit Jahrzehnten leerstehen lässt.

Pressespiegel:
22.04.2017 – Mittelbayerische „Die Stadt machte das „Hotel Adler“ dicht“
25.01.2017 – Mittelbayerische „“Hotel Adler“: Wohnen auf eigenes Risiko“
12.03.2015 – Wochenblatt „Horror-Haus: Adler wirft Bulgaren und Rumänen einfach raus!“

Ernst-Reuter-Platz „Europabrunnen“, 93047 Regensburg

Ein Leerstand ganz besonderer Art ist der sogenannte Europabrunnen am Eingang zur Maximilianstraße. 2002 begannen die Bauarbeiten, die jedoch 2003 wieder eingestellt wurden, nachdem bereits ca. 1 Million Euro verplempert worden waren (714 000 Euro für die Planung, 300 000 Euro für Baumaßnahmen). Seitdem gab es diverse Vorschläge, das Areal zu nutzen. Der Künstler Jakob Friedl veranstaltete auf der Abdeckung sowie im sechs mal acht Meter großen und drei Meter tiefen Brunnenbecken Kunstaktionen. Die Stadtverwaltung untersagte dies nach anfänglicher Genehmigung. Nun soll eine Art „Römerrastplatz“ an dem Ort entstehen. Eine große Stahlplatte soll den eingefräßten Verlauf der Donau nebst ehemaligen Römerlagern zeigen. Original „Römerquader“ sollen Touristen als Sitzmöglichkeit dienen. Zwölf von unten beleuchtete Fontänen sollen den Platz als Brunnen kennzeichnen. Die Umsetzung dieser von vielen Seiten kritisierten Idee wird mit weiteren 330 000 Euro Kosten für die Stadt veranschlagt. Ein soziales Kunstprojekt, wie von Jakob Friedl vorgeschlagen, würde die Stadt dagegen so gut wie nichts kosten.

Pressespiegel:
29.01.2016 „Römerrastplatz: Fachleute verärgert“ (Mittelbayerische Zeitung)
20.01.2016 „Wasserspiele für eine halbe Million Euro“ (Mittelbayerische Zeitung)
26.01.2015 „Löcher stopfen mit dem Bürgermeister“ (Regensburg Digital)
18.08.2013 „Brunnendeckel erlebt den letzten Sommer“ (Mittelbayerische Zeitung)

Schillerstraße 31, 93049 Regensburg

Die wunderschöne, prächtige Villa am Stadtpark zählt zu den Regensburger Baudenkmäldern. Auf Wikipedia heißt es darüber: „Zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit vorgewölbtem Zwerchhausrisalit und Treppenaufgang, Jugendstil, 1912 von Christian Metzger“. Das Gebäude steht seit ca. 3 Jahren leer. Laut Hinweisgeber eine Erbengemeinschaft, die sich nicht einigen kann.

Simadergasse 2a „Gloria-Kino“, 93047 Regensburg

Das Gloria hat eine lange Odyssee hinter sich. In den 50er-Jahren gebaut, war es jahrzehntelang ein Kino. Nach der Sanierung 2000 wechselten sich mehrere Betreiber ab – es entstand ein Veranstaltungshaus mit Konzerten und Discos. Als die Betreiber insolvent gingen, wurde es 2013 ein Sport-Kino. 2015 kaufte der Orphée-Wirt Neli Färber von der Namenlos GmbH das Gebäude und plante zusammen mit dem Kinobetreiber Achim Hofbauer einen Kulturpalast mit 3D-Kino und einer Bühne. Der Umbau war schon im Gange, als plötzlich der Baustopp verkündet werden musste. Fest eingeplante Fördergelder wurden nicht bewilligt, obwohl eine Standortanalyse die Wirtschaftlichkeit des Projekts bestätigte. 2016 kaufte Franz Wunderlich von der Händlmaier GmbH das denkmalgeschützte Gebäude, zusammen mit dem angrenzenden Wohnhaus. Abgesehen von einer Zwischennutzung durch einen Promifotografen als Studio und Galerie steht das Kino sowie das zugehörige Wohnhaus seitdem leer.

Pressespiegel:
25.02.2017 – „Zukunft fürs Gloria-Kino?“ (Mittelbayerische kult)
11.10.2016 – Mittelbayerische „Es kehrt wieder Leben ins Gloria ein“ (Mittelbayerische Zeitung)
01.03.2016 – „Regensburger Senfhersteller kauft Gloria“ (Mittelbayerische Zeitung)
24.02.2015 – „Grünes Licht für Gloria-Kino“ (Mittelbayerische kult)
18.01.2013 – „Sport-Kino ersetzt Gloria“ (Mittelbayerische kult)
18.01.2013 – „Das Gloria schliesst“ (Mittelbayerische kult)