„Die Menschen verzweifeln“ – Interview mit einem Altenpfleger

Nach dem privaten Pflegeheimbetreiber Bayernstift werden nun auch bei der Compassio GmbH & Co. KG unhaltbare Zustände bekannt.

Pflegekräfte, die schon nach wenigen Monaten an Burnout leiden, alte Menschen, die in den eigenen Exkrementen liegen bleiben müssen, weil an Einlagen gespart wird, Angehörige, die mit massiven Drohungen eingeschüchtert werden – so geht es zu laut eines ehemaligen Mitarbeiters im Haus Maria in Sinzing des privaten Betreibers Compassio. Er stellte sich der Initiative Recht auf Stadt – Regensburg zu einem ausführlichen Interview zur Verfügung, weil es so nicht weitergehen könne: „Die Menschen verzweifeln.″ weiterlesen „Die Menschen verzweifeln“ – Interview mit einem Altenpfleger

Donaustaufer Str. 212 b, 93055 Regensburg

Hierbei handelt es sich um verschiedene, alte Bahnhofsgebäude, die sich in einem sehr heruntergekommenen Zustand befinden. Der Leerstand dürfte mindestens 5 Jahre betragen. Vermutlich handelt es sich aufgrund der Höhe beim linken Gebäude um eine ehemalige LKW-Halle. Das längliche Haus ist zugemüllt, teilweise ist das Dach eingestürtzt und an einem Fenster sieht man Brandschäden.

DAS IST UNSER HAUS! – Ein InfoFilm über das Mietshäuser Syndikat

Das Mietshäuser Syndikat ist ein offener, basisdemokratischer Zusammenschluss von Mieter*innen. Durch ein kluges, solidarisches Konstrukt versetzt der Verbund ganz normale Mieter*innengemeinschaften in die Lage, Häuser zu erwerben oder sogar neu zu bauen. Ziel ist die Bildung von Eigentum, mit dem kein Profit mehr gemacht werden kann.

Der Infofilm der Autoren Burkhard Grießenauer, Daniel Kunle und Holger Lauinger stellt das Wirken und Funktionieren des solidarischen Syndikatsverbunds dar. Nach dem Film beantworten Bewohner*innen des Regensburger Mietshäuserprojekts „Danz″ offene Fragen.

Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen, damit sich möglichst viele Gleichgesinnte für neue Wohnprojekte finden. Von der Initiative Recht auf Stadt wurden inzwischen eine große Zahl von Leerständen erfasst. Wohnprojekte auf der Grundlage des Mietshäuser Syndikats könnten eine Möglichkeit sein, diese toten Winkel wieder mit Leben zu erfüllen.

Grunewaldstraße 9, 93053 Regensburg

Das geräumige Haus, sehr versteckt gelegen an der Autobahnauffahrt Burgweinting, steht seit mindestens einem Jahr leer, vermutlich wesentlich länger. Der Zugangsbereich ist verwittert, keine Klingelschilder, keine Mülltonne. Es verfügt über einen sehr schönen Garten mit Fallobstwiese, die offensichtlich ab und zu gemäht wird.

Grasgasse 6, 93047 Regensburg

Das Haus erlangte traurige Berühmtheit, weil die in Regensburg berüchtigte Unternehmerfamilie Adler dort Saisonarbeiter aus Bulgarien und Rumänien unter menschenunwürdigsten Bedingungen einquartiert hatte. Als Stromquelle mussten sie Autobatterien benutzen, eine Heizung gab es erst, nachdem sich die Stadt mit Zwangsmaßnahmen eingeschaltet hatte. Für wenige Quadratmeter wurden von der Unternehmerfamilie bis zu 400 Euro verlangt. Seit der Räumung im Frühjahr stehen die oberen Stockwerke leer. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich an diesem Zustand in den nächsten Jahren etwas ändern wird, da Adler auch in der Lindergasse 1 ein Haus seit Jahrzehnten leerstehen lässt.

Pressespiegel:
22.04.2017 – Mittelbayerische „Die Stadt machte das „Hotel Adler“ dicht“
25.01.2017 – Mittelbayerische „“Hotel Adler“: Wohnen auf eigenes Risiko“
12.03.2015 – Wochenblatt „Horror-Haus: Adler wirft Bulgaren und Rumänen einfach raus!“

Ernst-Reuter-Platz „Europabrunnen“, 93047 Regensburg

Ein Leerstand ganz besonderer Art ist der sogenannte Europabrunnen am Eingang zur Maximilianstraße. 2002 begannen die Bauarbeiten, die jedoch 2003 wieder eingestellt wurden, nachdem bereits ca. 1 Million Euro verplempert worden waren (714 000 Euro für die Planung, 300 000 Euro für Baumaßnahmen). Seitdem gab es diverse Vorschläge, das Areal zu nutzen. Der Künstler Jakob Friedl veranstaltete auf der Abdeckung sowie im sechs mal acht Meter großen und drei Meter tiefen Brunnenbecken Kunstaktionen. Die Stadtverwaltung untersagte dies nach anfänglicher Genehmigung. Nun soll eine Art „Römerrastplatz“ an dem Ort entstehen. Eine große Stahlplatte soll den eingefräßten Verlauf der Donau nebst ehemaligen Römerlagern zeigen. Original „Römerquader“ sollen Touristen als Sitzmöglichkeit dienen. Zwölf von unten beleuchtete Fontänen sollen den Platz als Brunnen kennzeichnen. Die Umsetzung dieser von vielen Seiten kritisierten Idee wird mit weiteren 330 000 Euro Kosten für die Stadt veranschlagt. Ein soziales Kunstprojekt, wie von Jakob Friedl vorgeschlagen, würde die Stadt dagegen so gut wie nichts kosten.

Pressespiegel:
29.01.2016 „Römerrastplatz: Fachleute verärgert“ (Mittelbayerische Zeitung)
20.01.2016 „Wasserspiele für eine halbe Million Euro“ (Mittelbayerische Zeitung)
26.01.2015 „Löcher stopfen mit dem Bürgermeister“ (Regensburg Digital)
18.08.2013 „Brunnendeckel erlebt den letzten Sommer“ (Mittelbayerische Zeitung)

Schillerstraße 31, 93049 Regensburg

Die wunderschöne, prächtige Villa am Stadtpark zählt zu den Regensburger Baudenkmäldern. Auf Wikipedia heißt es darüber: „Zweigeschossiger Mansardwalmdachbau mit vorgewölbtem Zwerchhausrisalit und Treppenaufgang, Jugendstil, 1912 von Christian Metzger“. Das Gebäude steht seit ca. 3 Jahren leer. Laut Hinweisgeber eine Erbengemeinschaft, die sich nicht einigen kann.